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Das vom Umweltministerium finanzierte „Netzwerk Streuobstwiesenschutz.NRW“ zeichnet  vorbildliche Streuobstbestände in ganz NRW als „Best-Practice“-Beispiele mit einer Plakette und Urkunde aus. Die erste Auszeichnung am Niederrhein ging nun an die Biologische Station Haus Bürgel. Die Plakette „Vorbildlicher Streuobstbestand“ ziert nun die von der Station mitbewirtschaftete Streuobstwiese in Monheim am Rhein.

26.09.2018

Netzwerk Streuobstwiesenschutz.NRW zeichnet ersten vorbildlichen Streuobstbestand am Niederrhein aus


Plakette geht an die biologische Station Haus Bürgel für die Musterstreuobstwiese in Monheim am Rhein

Im August 2017 hat das vom Umweltministerium finanzierte „Netzwerk Streuobstwiesenschutz.NRW“ seine Arbeit aufgenommen. Neben dem Einsatz für den Schutz, Erhalt, Pflege und Neuanlage von Streuobstwiesen werden zudem vorbildliche Streuobstbestände in ganz NRW als „Best-Practice“-Beispiele mit einer Plakette und Urkunde ausgezeichnet. Die erste Auszeichnung am Niederrhein ging nun an die Biologische Station Haus Bürgel. Die Plakette „Vorbildlicher Streuobstbestand“ ziert nun die von der Station mitbewirtschaftete Streuobstwiese in Monheim am Rhein.

„Auf unserer Musterobstwiese können Besucher 30 Apfel-, Birnen und Pflaumensorten kennenlernen. Seltene Lokalsorten wie Förster Sauer oder Schörmanns Langenfelder und Klassiker wie der Kaiser Wilhelm sind dabei“, so Elke Löpke, Leiterin der Biologischen Station Haus Bürgel. Die mit über 20 hochstämmigen Obstbäumen unterschiedlichen Alters und verschieden alten Kultursorten bestandene Wiese ist Lebensraum für zahlreiche Insekten, die mit Hilfe von Insektennistkästen unterstützt  werden. Zudem finden mehrere Bienenstöcke eine Heimat auf der Obstwiese und liefern so jährlich Streuobstwiesenhonig. Zudem dient die Wiese durch das regelmäßige Angebot von  Schnitt - und Sortenkursen der Umweltbildung.

Der Streuobstbestand der Wiese reicht von den Apfelsorten Kaiser Wilhelm, der im 19ten Jahrhundert als Zufallssämling im Garten von Haus Bürgel gefunden wurde, über die Apfelsorten Remo, Winterzitronenapfel, Rote Sternrenette und dem Weißen Klarapfel bis zur Hauszwetschge. Die jährliche Ernte wird in der Heiligenhauser Süßmosterei Dalbeck im Rahmen des "Trink-Mit"-Projekts der Streuobst Initiative Niederberg verarbeitet. So wird die Vermarktung des wohlschmeckenden, naturtrüben Saftes gefördert. Gleichzeitig würden dadurch am Projekt teilnehmende Landwirte wirtschaftlich unterstützt.

Kartierer zur Erfassung der Streuobstflächen in NRW weiterhin gesucht!
Streuobstwiesen zählen zu den artenreichsten Lebensräumen unserer Kulturlandschaft. Doch genaue Angaben darüber, wie viele Obstwiesen es in Nordrhein-Westfalen überhaupt gibt, liegen bisher nicht vor. Im Rahmen des Projektes Netzwerk Streuobstwiesenschutz.NRW wird deshalb vom Land Nordrhein-Westfalen bis Ende 2018 ein aktuelles Streuobstwiesenkataster für NRW erstellt. Zur Durchführung der landesweiten Kartierungen werden noch ehrenamtliche Helfer gesucht.

Interessierte melden sich bitte bei Sevil Yýldýrým, Projektkoordinatorin des Netzwerk Streuobstwiesenschutz.NRW.

Weitere Informationen zum Projekt unter: https://nrw.nabu.de/natur-und-landschaft/landnutzung/streuobst/netzwerk-streuobstwiesenschutz-nrw/index.html.

 

 


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