Fledermäuse gesucht!

Fledermäuse sind stark gefährdet. Um sie wirkungsvoll schützen zu können, ist es sehr wichtig ihre Verstecke, die so genannten Quartiere, zu kennen.

Kennzeichen:

Die Fledermäuse bilden die einzige Ordnung der Säuge­tiere, die aktiv fliegen können. Die Haut der Fledermaus­flügel ist, anders als die Flügel der Vögel, Luft undurch­lässig. Daher rührt der gaukelnde Flug mit zum Teil ab­rupten Flugmanövern. Besonders charakteristisch sind bei Fledermäusen der Ohren- und der Nasenbereich. Diese Organe dienen zum Empfang der ausgesendeten und von Beutetieren, Gebäuden, Bäumen und anderen Hindernissen reflektierten Ultraschallwellen. Die Ortungs- und Jagdrufe sind für uns nicht hörbar sondern liegen im Ultraschallbereich. Aller­dings stoßen die Fledermäuse in den Wochenstuben Soziallaute aus, die im hörbaren Bereich liegen.

Lebensweise:

Alle heimischen Fledermäuse ernähren sich ausschließ­lich von Insekten. Die Fledermäuse Europas halten alle­samt Winterschlaf, da sie in dieser Zeit keine Nahrung finden können. Die Winterquartiere liegen zumeist in un­terirdischen Höhlen, Stollen, Bunkern und Baumhöhlen. Bei der Überwinterung und auch bei längeren Kälteperio­den im Sommer und Frühjahr senken Fledermäuse ihre Körpertemperatur stark ab. Bei milden Wintertempera­turen kann der Winterschlaf nur wenige Wochen andau­ern. Nach dem Aufwachen im Frühjahr machen sich die Tiere auf den Weg in ihre Sommerlebensräume.

Die meisten Fledermausarten leben in Gemeinschaften, in denen zusammen gejagt wird. Im Frühjahr ab April/Mai sammeln sich trächtige Weibchen zu Kolonien, in denen sie je ein Junges zur Welt bringen. Die so genannten Wochenstuben liegen je nach Arten auf Dachböden, in Viehställen, Baumhöhlen und Gebäuderitzen. Meist halten sich die Männchen einzeln oder in Kleingruppen in der Nähe auf.

Gefährdung:

Die Populationen der europäischen Fledermäuse sind seit einigen Jahren stark rückläufig. Dies liegt an der Abnahme des Nahrungsangebots, vor allem an Insekten, an Schadstoffbelastungen der Beutetiere, und an der Abnahme der Winterquartiere, Wochenstuben und Tages­ruheplätzen. Hier wirkt sich die grundsätzlich positive Wärmedämmung der Gebäude durch den Verlust von Nischen an Gebäuden negativ für die Fledermausquartiere aus. Aus diesem Grund sind alle europäischen Fledermausarten geschützt.

 

Welche Angaben brauchen wir?

Beobachtungsort
Wo halten sich Fledermäuse im Sommer/Winter auf? Stadt, Ortsteil, Straße, Hausnummer. Bitte nur Quartiermeldungen mitteilen, da fliegende Fledermäuse in nahezu allen Städten zu beobachten sind.

Zeitpunkt des Fundes
Datum und Tageszeit

Wie lange wurden die Tiere in der Vergangenheit beobachtet?

Wie sieht die Umgebung aus?
z.B. In der Siedlung, im Wald, am Wasser

Wie sieht der Fundort aus?
z.B. in Baumhöhlen, in Gebäuderitzen, auf Dachböden

Finder
Wer hat die Tiere gesehen?

Meldungen bitte an:
Biologische Station Haus Bürgel • Stadt Düsseldorf • Kreis Mettmann e.V.
Urdenbacher Weg
40789 Monheim am Rhein

Tel: 0211-99 61 212

Fax: 0211-99 61 213

Meldebogen für Fledermausfunde

Tipps, was jeder für den Schutz der Fledermäuse tun kann, finden Sie auf der folgenden Seite.

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