Schafe als Landschaftspfleger

Bergische Heideterrasse

Die Naturschutzgebiete Hildener Heide, Ohligser Heide und Further Moor sind nur die Reliktflächen einer ehemals zusammenhängenden Heidefläche, die sich als Bergische Heideterrasse von der Hildener Heide bis zur Wahner Heide bei Köln erstreckte. Entstanden sind die Heidegebiete infolge der jahrhundertelangen Nutzung der Gebiete durch Abholzen, Plaggenhieb (Abtragen des Oberbodens zur Gewinnung von Einstreu für das Vieh) und Beweidung mit Schafen.

Schafbeweidung

Sowohl aus Naturschutzsicht als auch aus Kostengründen ist die Beweidung die beste Methode, eine Verbuschung der wertvollen Heiderelikte auf Dauer zu verhindern und damit die Heide zu erhalten. Eine Schafbeweidung wirkt sich positiv auf die Vegetation der Gebiete aus, da durch den selektiven Fraß der Schafe typische Heidepflanzen wie Glocken- und Besenheide gefördert werden. Andere Pflanzen, die sich stark ausbreiten und die Heidevegetation überwuchern, wie zum Beispiel Pfeifengras und Gehölze werden dagegen durch den Verbiss zurückgedrängt. Die Moorschnucke ist eine kleine äußerst robuste Schafrasse, die optimal an das nährstoffarme Futter angepasst ist.

Die drei Heidenaturschutzgebiete 

Die drei Naturschutzgebiete Hildener Heide, Ohligser Heide und Further Moor liegen maximal sieben Kilometer auseinander und beinhalten insgesamt ca. 30 ha feuchte und trockene Heiderelikte. Sie sind über Wirtschaftswege und wenig befahrene Straßen miteinander verbunden.

Ende Mai 2002 begann die Schafherde mit etwa 300 Mutterschafen und 150 Lämmern sowie achtzehn Ziegen mit der Beweidung in den drei Gebieten. Die Schafe werden tagsüber von einem Schäfer gehütet und übernachten in Pferchen außerhalb der wertvollen Flächen. Der Schäfer bekommt zusätzlich Mittel aus dem Kulturlandschaftsprogramm. Das Projekt wird intensiv durch die beiden Biologischen Stationen Haus Bürgel und Mittlere Wupper betreut sowie vom Kreis Mettmann und der Stadt Solingen unterstützt.

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